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St. Andrä liegt auf einer Flussterrasse der Lavant, mitten im landschaftlich
so schönen Lavanttal, dem Paradies Kärntens.
Das Stadtbild beherrschen zwei Kirchen: die Stadtpfarrkirche, einst der Dom
der Bischöfe von Lavant und die große Wallfahrtskirche Maria Loreto.
Die Geschichte der Stadt ist zugleich auch ein Teil der Kirchengeschichte
Kärntens und reicht zurück bis in die karolingische Zeit, bis in die Zeit
der Christianisierung und der Kolonisierung durch die Baiern und die
Franken.
Mit großer Wahrscheinlichkeit kann angenommen werden, dass der Hl. Modestus
Ende des 8. Jhdts. hier in St. Andrä die dem Hl .Andreas geweihte Kirche
gegründet hat. Die Kirche des Hl. Andreas ist sicherlich die älteste Kirche
des Lavanttales. St. Andrä zählt zu den Urpfarren Kärntens.
Kaiser Ludwig, der Deutsche, bestätigt im Jahr 860 dem Erzbistum Salzburg
seine Besitzungen in Karantanien. Eine Stelle dieser Urkunde lautet: "curtis
ad Lavantam" "Hof an der Lavant". Dieser karolingische Königshof in der
Grafschaft Lavant war damals Hauptort des Tales und auch die Ansiedlung, die
um diesen Königshof entstand, hieß Lavant. In späteren Jahrhunderten nannte
man den Hof "Pfleghof der Erzbischöfe von Salzburg" oder auch kurz
"Salzburger Hof". Der Vater von Mozarts Mutter war in der ersten Hälfte der
18. Jhdts. Pfleger am Salzburger Hof in St. Andrä.
St. Andrä unterstand der kirchlichen und weltlichen
Herrschaft der Erzbischöfe von Salzburg. Das Vizedomamt in Friesach übte die
Hoheitsrechte, die Oberherrschaft im Namen der Salzburger Erzbischöfe aus.
Nach einer Urkunde aus dem Jahre 976 belehnte der Erzbischof Friedrich den
Kleriker (Pfarrer) Wito mit dem Kirchengut der Andreaskirche. Das ist die
älteste urkundliche Erwähnung der Pfarre St.Andrä.
Die Pfarrherren der Andreaskirche standen schon immer
in hohen Ansehen. In einer Urkunde aus dem Jahre 1145 wird die Andreaskirche
als Pfarr- und Taufkirche bezeichnet. 1180 verlieh Erzbischof Konrad III.
dem Pfarrer Konrad den Titel "Probst", was eine Auszeichnung für besondere
Verdienste bedeutete und die Stellung der Andreaskirche hervorhob.
Erzbischof Eberhard II. bestätigt 1203 der Andreaskiche ...
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